Einmal Welt und zurück

Mittwoch, Dezember 22, 2004

Die Zeit verstreicht, vergeht, verrinnt...

...so schnell!
Es ist unglaublich - ist es echt schon wieder so lange her, dass ich meinen letzten Blogger-Eintrag geschrieben habe?
Naja, um ehrlich zu sein habe ich sogar das Gefühl, es ist schon Monate her!
Ich bin jetzt offiziell in dem Stadium, in dem ich "Zeit" nur noch als Begriff kenne. Die einzige wirkliche Deadline, die ich im Kopf hatte war das Ablaufen meines Visums für Laos. Alles andere läuft an mir vorbei... *g*


Vang Vieng Reloaded
Hach, der Ort hat schon was!
Touri-mäßig ist er zwar sehr krass, aber man kann schon seinen Spaß haben, Alter Schwede!
Am näxten Morgen bin ich erstmal ganz spät aufgestanden und habe mir gemütliche drei Stunden Frühstück gegönnt. Das geile an den Restaurants auf der Hauptstraße ist, dass die meisten rund um die Uhr Friends-Folgen laufen lassen. Und wenn sie durch sind geht es wieder von vorne los.
Und da es nur "Liegetische" gibt (jaaaa, es wird zu Tische gelegen ;) ist es extrem relaxed und man (=ich) hat extrem Probleme, sich wieder aufzuraffen.
Angebrochener Tag - was tun?
Da ich ja eigentlich schonmal ein bizzl klettern wollte hab ich flott meine Schuhe etc. eingepackt und mich auf den Weg zu der entferntesten Cave gemacht - 6 Kilometer Fußmarsch. Leider ging es doch recht oft bergauf, sodass ich ein bizzl länger für den Hinweg gebraucht habe, als ich anfänglich eingeplant hatte.
Da Klettern an der Cave aber leider sowieso unmöglich ist, habe ich mir einfach die Höhle angeschaut und ein bizzl relaxed.


Hööööööhle
Das war dann auch so ziemlich die beeindruckendste Höhle, die ich jemals gesehen habe. Schätzungsweise 40 Meter hoch, eine riesige Buddha-Statue in der Mitte (dank meines späten Eintreffens perfekt ausgeleuchtet :) und fast endlos. Ich bin dann doch ein bizzl rumgekraxelt, aber mit Kletterschuhen bin ich mir ein bizzl blöd vorgekommen und mit meinen Sandalen wäre ich fast in einen Felsspalt gerutscht, sodass ich (mit genug Adrenalin im Blut für zwei Leute) doch wieder die regulären Wege entlang gelaufen bin.
Leider habe ich in der Stunde nur einen kleinen Teil von der Höhle sehen können (die ist echt gigantisch groß), aber dafür habe ich mich dann in der so genannten "Lagune" (eine große Felsspalte vor der Höhle, die mit Türkis-farbenem Wasser gefüllt ist *träum*) noch ein bizzl erfrischt.

Abends gab es dann wieder ein paar Folgen Friends (:) - und ich habe tatsächlich die drei Schwedinnen wiedergetroffen!
Wie Frauen es so an sich haben waren die drei extrem erfolgreich, mich zu überreden noch einen Tag zu bleiben und mit ihnen Klettern zu gehen.
Und so sollte es dann auch geschehen...


Climbing to the max
Grosser Gott, was bin ich ein Würstchen geworden was klettern angeht.
Keine Fußarbeit mehr und die Arme waren nach drei Routen fast komplett leer! *kopfschüttel*
Ich habe mich zwar nicht gerade blamiert, aber auch garantiert nicht mit Ruhm bekleckert...
Für die Kletterer hier nochmal ein paar Details - alle anderen dürfen das Kapitel überspringen! ;)
Der Fels war extrem scharfkantig, die schwierigen Routen alle überhängend, teilweise mit Kletterei an Stalagtiten (schreibt man das so?). Leider waren auch alle Routen überbewertet, sodass sich die Grade, die ich geklettert bin nicht wirklich vergleichen lassen.
Zum Aufwärmen eine 5a, die mehr eine 4 war. Dann eine 6a, die eher eine 5a war und noch eine 5a, die auch eher im 4er-Bereich lag.
Dann noch das große Endprojekt: eine 6b - und das war diesmal auch wirklich eine!!
Böse Dachkletterei an Stalagtiten und scharfer, scharfer Fels: ich habe nachher meine Hände tapen müssen, damit ich nicht alles vollblute.
Natürlich gibt es auch Bilder sobald ich wieder mal was hochladen kann.


Stressfahrt
Da mir mein Visum ein bizzl Sorgen bereitet hat (nur noch fünf Tage übrig!) habe ich einen verwegenen Entschluß gefasst: eine Reise in den Süden ohne anzuhalten!
Und so ist es dann auch geschehen: am nächsten Morgen ging es mit dem Bus nach Vientiane, wo ich erstmal ein Paket von meinen Eltern aholen durfte (Schokolade - YEAH! :).
Dann nach 6 Stunden aufenthalt mit dem Nachtbus nach Pakse. "Nachtbus" hatte in dem Fall aber nichts mit "nächtigen" zu tun: sowohl AirCon als auch Musik und Licht waren so weit aufgerissen, dass schlafen vollkommen unmöglich war.
Von Pakse mit dem Pickup nach Ban Nakasah, einem kleinen Dorf direkt am Mekong und von da aus mit dem Boot auf die Fourthousand Islands - genauer gesagt nach Don Khon.


Viertausend Inseln
Eigentlich ist der gesamte Bereich ein großer Strand: überall gibt es Bungalows, die direkt am Mekong liegen und man kann Tubing- und Boot-Trips machen oder sich einfach in den unzähligen BArs vollaufen lassen.
Erstaunlicherweise ist es überhaupt nicht so touristisch und voll, wie ich es erwartet habe - auch wenn es eindeutig auf Touris ausgelegt ist.
Auf der Fahrt nach Don Khon habe ich eine nette Italienerin und einen coolen Isländer getroffen, mit denen ich mir Bungalows direkt am Mekong genommen habe: Hängematte vor der Tür, Sonnenuntergang zur Rechten ... unglaublich!
Die Bungalows selber waren zwar spärlich und sahen nicht sehr vertrauenerweckend aus (Karin und ich hatten Sorge, dass unser Bungalow genau wenn wir drin sind ins Wasser stürzen würde - so schief hing es über dem Wasser :) aber die Stimmung war einfach genial! *seufz*
Wir hatten echt viel Spaß und nachdem Justin - ein Comiczeichner, der über sich und seinen Lebenspartner Reisecomics zeichnet - zu uns gestoßen ist, war es echt aus: einen Abend haben wir aus meinen Klettersachen an einer Palme eine Ropeswing gebaut (wie heißt das Teil den in deutsch? Seilschaukel?) und sind im Sonnenuntergang immer wieder in den Mekong geschwungen und haben die verrücktesten Sprünge von der Palme gemacht - sehr, sehr geil! *g*
Leider habe ich dabei wohl ein bizzl zuviel Mekong-Wasser geschluckt, sodass seitdem mein Magen ein bizzl verrückt spielt. Aber das geht vorbei und es war den Spaß auf jeden Fall wert.
Wo wir gerade beim Stichwort "Spaß" sind: nach dem folgenden, "ich-liege-in-der-hängematte-und-bewege-mich-keinen-meter"-Tag hatte ich dann auch endlich meinen ersten offiziellen Sonnenbrand - und glücklicherweise Brandsalbe dabei. Mit dem Zeug war am nächsten Morgen nichts - aber auch garnichts - von dem Sonnenbrand mehr zu sehen. Und das, obwohl er echt böse aussah am Abend...


Nix zu tun
Ich weiß nicht, warum, aber irgendwie haben mir die Fourthounsand Islands nicht 100%ig gefallen. Ich meine, ich hatte sauviel Spaß und wir haben echt viel gelacht, aber der Norden von Laos war irgendwie tausendmal besser.
Vielleicht war das der Grund, warum ich nach drei Tagen entschieden habe, abzureisen und zurück nach Thailand zu gehen...


Thailand
Die Reise nach Thailand (und dann nach Bangkok) war relativ unspektakulär - abgesehen davon, dass ich einen total durchgeknallten Östereicher und seinen kaum-englisch-sprechenden japanischen Kumpel getroffen habe!
Der Japaner war echt nett (ich kann jetzt meinen Namen und "Japan" in japanisch schreiben :) aber der Östereicher war ... laut, hektisch und total verrückt! *g*
Das hatte aber auch sein Gutes: für die Fahrt nach Ubon Ratchadingsbums, die normalerweise 200 Baht kostet haben wir nix gezahlt, weil er einfach einen Bus geentert hat, der voll von pensionierten, thailändischen Polizisten war, die eine Vergnügungsfahrt machen wollten. Da sie eh in die Richtung fahren wollten hat er so lange auf sie eingeredet, bis sie uns umsonst mitgenommen und direkt am Bahnhof abgesetzt haben! *g*
Gut, die Kollegen waren so besoffen, dass sie kaum noch was mitbekommen haben, aber trotzdem: saubere Leistung! :)


Bangkok again
Tja, beim zweiten Mal Bangkok hatte ich schon nach zwei Tagen genug - und die Kao San Road hat mir nach einem gereicht!
Aber von vorne:
Als wir (der Japaner und Peter - ein cooler Engländer) morgens um sechs Uhr in der Kao San angekommen sind war nicht ein einziges Zimmer frei!
Also hieß die Devise erstmal: Frühstücken und Piano machen.
Wir haben uns dann so um neun Uhr in einem Guesthouse verschanzt und gewartet, bis Leute auschecken.
Da drei Einzelzimmer schon von anderen Leuten "bewartet" wurden und der Japaner (ich kann den Namen leider immer noch nicht aussprechen :) mit Peter in ein Zimmer gehen wollte, habe ich ein Mädel, das auch auf ein Zimmer gewartet hat angesprochen, ob wir uns ein Doppelzimmer, das gerade frei wurde teilen wollen.
Und siehe da: sie sagt ja, ist aus München, heißt Conny und ist super-nett!
Zusammen mit dem Engländer haben wir uns abends mit Leo zugeschüttet, über Gott und die Welt gequatscht und nebenbei erstaunlich viele blumige Umschreibungen für schlüpfrige Fragen entworfen! *g*
Alles in allem war die Bangkok-Zeit aber relativ ereignislos - ich bin meistens mit Conny rumgetigert, weil wir uns echt ziemlich gut verstanden haben ... bis zu dem Punkt, wo sie mich auf dreißig geschätzt hat! *knurr*
Auch der Weekend-Market war wiedermal ein "blast", obowhl sich jemand die Frechheit rausgenommen hat, die DigiCam von Conny aus ihrem Rucksack zu klauen.
Zum Ausgleich haben wir abends umso mehr gelacht und noch mehr Quatsch geredet! :)


Heeeeeeeeeeeey: ab in den Süüüüüüüüüden
Drei Tage später hatte ich dann endgültig genug von Bangkok und bin mit dem Nachtzug in Richtung Koh Tao aufgebrochen - obwohl das Wetter angeblich nicht so dolle sein sollte und der Monsun wohl so stark wütet, dass man mit dem Boot nicht direkt auf die Insel fahren kann.
Nach einer anstrengenden Nacht im (leider-nur-wenig-)Schlaf-Zug und zwei dreistündigen Bootsfahrten, auf denen ich mir aber mal so richtig das Gesicht und den Nacken verbrannt habe (jaaaa, es tut weh! :) bin ich dann endlich im Hafen von Koh Tao eingelaufen.
Da ich vorher noch schnell meine emails gecheckt habe wusste ich, dass die Schwedinnen mittlerweile angekommen sind und das Wetter wohl recht gut sein sollte.
Aber das, was ich dann gesehen habe hätte ich nicht erwartet:
vierzig Grad im Schatten, strahlend blauer und wolkenloser Himmel, weißer Sandstrand und Palmen. Tausende von Bungalows direkt am türkisfarbenem Wasser, Bars ohne Ende ... genau das, was ich mir gewünscht habe!
Man kommt sich vor wie im Paradies - ich kann es kaum glauben, dass bald Weihnachten sein soll. Angeblich ist dann hier die Hölle los und man _muss_ einen Tag lang durchfeiern... ich bin gespannt! :)


Bungalow-(Alp)traum
Wenn man das erste Mal nach Koh Tao kommt kann es einen echt umhauen: es gibt so viele Guesthouses und Bungalows, dass man echt nicht weiß, wohin man nun gehen soll. So gigantische Massen an Leuten, die einen in ihr Guesthouse schleppen wollen, wie sie am Pier standen habe ich noch nirgendwo gesehen - selbst in Bangkok nicht!
Glücklicherweise habe ich mich auf dem Boot mit den Locals, die da rumspringen unterhalten und das eine Mädel - sie arbeitet für eines der Guesthäuser - hat gleich versucht, mir was zu verkaufen.

Da ich mit Laos in Thailand leider nicht viel weiterkomme (die Leute verstehen das so schon kaum und wenn dann noch jemand wie ich rumstümpert... ), habe ich jetzt angefangen, auch Thai ein bizzl zu lernen. Darüber sind wir ins Gespräch gekommen und es stellte sich raus, dass sie Laos spricht!
Also haben wir die ganze Fahrt gequatscht und gelacht und am Ende saß fast die ganze Crew da rum und wir haben nur Quatsch gemacht und uns gegenseitig veralbert.
Zum Beispiel habe ich gelernt, dass das Laos-Wort für "Ich" (Khawy) in Thai etwas ganz anderes heißt, wenn man es ein bizzl mehr dehnt und nicht ganz richtig ausspricht - um genau zu sein ist es eine Beleidigung und bedeutet "Schwanz"! Jetzt weiß ich, warum die Leute mich immer so komisch angestarrt haben. Ich habe wahrscheinlich immer sowas gesagt wie "Schwanz möchte gerne nach Bangkok fahren." *lol*

Jedenfalls haben mir die Leute alle möglichen Tips gegeben (und haben teilweise sogar von ihren eigenen Guesthouses abgeraten!) und am Ende hat das Mädel mir angeboten, dass - wenn ich einen Tauchkurs in ihrer Tauchschule (und mit ihr :) mache - ich umsonst in einem von ihren Bungalows wohnen kann!

Und somit wohne ich jetzt umsonst in einem mega-geilen Bungalow direkt am Strand - und fange morgen mit meinem Tauchkurs an! *fg*
Für den habe ich auch nochmal einen Rabatt bekommen, sodass ich zwei extra Tauchgänge bekomme und der Advanced Open Water statt 150 nur 100 Euro kostet - insgesamt zahle ich inklusive allem ca. 280 Euro für Open Water und Advanced Open Water.
Ein recht guter Preis, denke ich... *g*

In diesem Sinne werde ich mich jetzt auf dem Weg ins Bett machen, da ich gleich im Sitzen einschlafe und morgen fit sein muß - ich muß ja auch noch mit den Schwedinnen bouldern! :)

Kram
Che

Samstag, Dezember 11, 2004

Wieder unterwegs

Auf ein Neues
Wow, die Zeit vergeht so schnell, es ist unglaublich. Nach endlosen Tagen in Houay Xai habe ich mich endlich dazu durchgerungen, mich wieder auf den Weg zu machen.
Am letzten Abend habe ich einen coolen Australier - Nick - getroffen, der mir endlos viele Tips für in-und-um Melbourne gegeben hat und mit dem ich dann am nächsten Tag im Slowboat nach Luang Prabang aufgebrochen bin.


Böser Che
Ich muss gestehen, dass ich extrem faul geworden bin: das letzte Foto, dass ich gemacht habe ist noch aus dem Treehouse, ansonsten konnte ich mich einfach nicht durchringen. Aber ich werde versuchen, wieder ein bizzl mehr zu knipsen. Und dann muss ich die Tage auf jeden Fall noch ein paar von den letzten Bildern hochladen.
Wie gesagt: sobald wie möglich - vielleicht sogar noch heute! :)


Reise nach Luang Prabang
Boah, irgendwie war die Fahrt nach Luang Prabang erheblich anstrengender als die Fahrt nach Houay Xai damals. Ich hab zwar haufenweise Leute kennengelernt und mich mit allen echt cool unterhalten, aber trotzdem war es stressig: Die Fahrt ist zwar kürzer, aber viel mehr Leute sind auf dem Boot. Ist also nix mit hinlegen, sondern sitzen auf Bänken ist angesagt.
Ich bin dann irgendwann dazu übergegangen, mich auf's Gepäck zu flacken ... dann war es wieder gut. Aber trotzdem hab ich irgendwann einfach keinen Bock mehr gehabt.

Die Übernachtung in Pakhbeng war wieder relativ ereignislos, ausser dass ich mit Nick und Daniela (leider vorerst nur auf dem Papier) Musik ausgetauscht habe - ich kann es nicht erwarten, mir das endlich anzuhören!


Luang Prabang II
Und wieder einmal bin ich hängen geblieben!
Luang Prabang ist echt eine geile Stadt: total relaxed, sehr klein und angenehm und einfach nur lässig!
In den letzten Tagen habe ich sauviele Leute kennengelernt und wir haben fast jeden Abend exzessiv gefeiert. Ich bin jetzt noch geschädigt.
Am geilsten Abend waren wir sage und schreibe zwölf Leute und haben fast die untere Ebene der Bar alleine gefüllt!


The Hive
Die Bar unserer Wahl!
Ist die wohl Touri-mäßigste Bar in Luang Prabang, aber einfach nur lässig. Die Getränke sind verhältnismäßig teuer und schlecht (:) aber die Stimmung ist saugeil.
Und wir haben was geschwächt, alter Schwede. An dem bösen Abend haben wir gleich mit Lao-Lao (geschätzte 60%) gestartet und haben es tatsächlich geschafft, neun Runden zu trinken. Dazu kam dann noch ein bizzl Schrapnell: vier Vodka M150 (wie Vodka Bull), zwei Screwdriver, zwei Hive-Cocktails.
Pro Person!
Wir waren echt am Ende, aber hatten mehr als nur unseren Spaß... *g*


The Hivers
Ich bekomme sicher nicht alle Leute zusammen, weil es sich ständig geändert hat, aber am Ende kannten wir echt die ganze Stadt. Das war dann auch der Grund, warum ich heute wieder gefahren bin: irgendwann wird es echt nervig, wenn man jeden Falang kennt.

Also, starten wir mit Nick, dem Australier. Super-cooler Typ, den ich von den Typen am meisten mochte. Unglaubliche Akzent und teilweise echt schwer zu verstehen - ich zumindest musste erst lernen, das "Kchai" "Key" heissen soll... *g*
Wir haben aber viel scheiss darüber gemacht und die ganze Zeit gelacht.

An dieser Stelle übrigens soviel:
Ich bin gerügt worden, dass meine Texte immer nur auf Frauen fokussiert sind. Ich weiss nicht, ob das stimmt, aber ich lerne auch eine Menge cooler Männer kennen.
Aber irgendwie immer am meisten Frauen.
Deshalb habe ich also diesmal mit Nick gestartet - nicht, dass mir hier böse Sachen unterstellt werden... ;)

Als zweites wären dann wohl Daniela und Martin zu nennen. Beides Schweden (wobei fast jeder zweite Traveller in LP Schwede war: den einen Abend habe ich mit sieben schwedischen Mädels und Martin gefeiert!!) und sehr lässig. Mochte ich beide sehr gerne, besonder mir Martin habe ich nur Quatsch gemacht.

Dann waren da Nathalie, Helen, Petra und Camilla. Auch Schweden und super-lieb. Mit denen bin ich eigentlich tagsüber um die Häuser gezogen und wir haben echt viel gelacht. Sehr nette Mädels...

Ausserdem habe ich Koni und Sebastian aus dem Treehouse wieder getroffen - ich dachte, ich kippe um. Sie standen gestern abend auf einmal im Hive und wir haben ausgemacht, dass wir uns auf den fourthousand Islands wiedersehen. :)

Und dann waren da noch ein paar Gesichter, zu denen ich keine Namen mehr weiss, aber die fleissig mitgefeiert haben. Lotte und Emily? Und irgendein Australier mit seiner Schwester (die beide am Ende so Hacke waren, dass sie vollkommen unverständlich gesprochen haben - selbst für Nick! :)
Und dann natürlich noch jede Menge Kurzbesucher: unsere Gruppe war scheinbar eindeutig die lauteste und lustigste! :)
Nicht zu vergessen übrigens, dass ich auch Christian und Sherin wiedergetroffen habe. Das fand ich sogar noch geiler, weil die beiden einfach super-nett sind und eigentlich schon lange weg sein wollten, dann aber noch einen Tag länger geblieben sind und wir noch nett geredet und gefrühstückt haben.


Was schaut man so?
Ich muss gestehen, ich habe nicht wirklich viel gesehen die Tage. Eigentlich nur Leute, The Hive und mein Bett! :)
Aber ein paar lässige Orte gibt es schon:
1. Food-Market
Wiedermal habe ich hier jeden Tag mein Abendessen gehabt und jedesmal war es saugeil. Ich bemitleide euch echt, dass ihr sowas nicht haben könnt und werde das Essen definitiv total vermissen, wenn (im Moment noch temporal gemeint :) ich wieder nach Deutschland komme.

2. Book-Shop
Ein sehr cooler Bücherladen, der leider wie alle Bücherläden schlechte Preise für ankäufe bietet, aber oben ein mega-lässiges Restaurant hat, in dem man allabendlich umsonst DVD's schauen kann.
Das mit den DVD's ist sowieso so ein Ding: man kann überall für einen Euro (geniale) Kopien kaufen, und in den Läden werden auch immer nur Kopien gezeigt - aber scheinbar scheint das die Polizei nicht zu stören!
Sehr komisch, das...

3. Nazim Restaurant
Ein sehr, sehr geniales indisches Restaurant. Es hat mal gut getan, auch wieder was anderes zu essen ... aber am nächsten Tag war ich wieder am Food-Market!

4. Red Cross
Hier habe ich wohl die beste Massage meines Lebens bekommen (nicht schwer: ich hatte erst drei in meinem Leben! :) Hat ziemlich weh getan, aber danach war ich so fit wie schon lange nicht mehr. Echt ziemlich geil!

Hach, ihr merkt schon - ich benutze nur noch Superlative, aber es war auch einfach nur genial. Irgendwie wird es auch jeden Tag besser. Und das, obwohl ich immer denke "Besser _kann_ es garnicht werden!" :)


Viang Veng
Eigentlich wollte ich ja schon einen Tag früher mit Daniela weiterreisen, aber ich war an dem entsprechenden Morgen einfach nicht in der Lage, das zu tun. :)
Also ging es dann heute wieder auf große Tour - nach Viang Veng.
Ich habe es ja sehr viel schlimmer hier erwartet: die totale Touristen-Hölle und alle sind den ganzen Tag nur stoned.
Wahr ist, dass hier ne Menge Touristen sind, aber es verteilt sich doch so sehr, dass es erträglich ist. Ausserdem ist die Natur (und das Wetter) so dermaßen genial, dass ich es wohl noch einen Tag aushalten kann.
Morgen kommen dann die drei Schwedinnen (Camilla, Helen und Petra) an und wir wollen ein bizzl klettern.
Ja, ihr habt richtig gehört: ich habe endlich jemanden gefunden, der auch so gerne klettert! Und die Mädels haben das sogar richtig ausgiebig in Chiang Mai gemacht.
Naja, jedenfalls haben wir schon gesagt, dass wir uns einen Bungalow in irgendeinem endlegenen Bouldergebiet in Kho Thao holen und ausser beachen und bouldern für zwei Wochen nicht viel machen.
Ich bin ja mal gespannt... :)

Heute jedenfalls habe ich ausser lesen und Busfahren nicht viel gemacht und ich hoffe einfach mal, dass ich morgen ein bizzl fitter bin. Irgendwie haben die Alkoholoika und der Schlafmangel doch ziemlich reingehauen...

Laos
Um nochmal mein Pose-Rating ein bizzl hochzutreiben:
Mein Laos ist mittlerweile durch die Zeit im Treehouse (und latürnich durch mein fleißiges Lernen ;) so gut, dass ich mich echt (über banale Dinge) mit den Laoten unterhalten kann. Und teilweise verstehe ich sogar, wenn sie sich über irgendetwas untereinander unterhalten.
Sehr befriedigend und halt nur schade, dass ich es nie wieder sprechen werde, wenn ich wieder aus Laos ausreise.
Naja, jedenfalls bringt das schon wieder ein ganz neues Level ins Reisen, wenn man sich mit den Einheimischen in der Landessprache unterhalten kann... *strahl*


Bis zum nächsten Blog
Che

Montag, Dezember 06, 2004

TreeHousing fuer Fortgeschrittene

Wie geil ist eigentlich reisen?
Sehr, sehr, sehr geil!
Ich kann mir garnicht mehr vorstellen, nicht unterwegs zu sein.
Und irgendwie habe ich einfach nicht genug Zeit. *seufz*

Aber der Reihe nach...


Und ab dafuer
Ich habe mich dann tatsaechlich dafuer entschieden, nochmal ins Treehouse zurueck zu fahren und praktisch wieder an den Anfang meines Laos-Aufenthalts zu reisen. *g*
Also ging es am naechsten Morgen mit Sam und Sandro per Slowboat in Richtung Houay Xai.
Das ganze ist eine zweitaegige Fahrt, mit einem Nacht-Aufenthalt in Pakhbeng. Da wir fest damit gerechnet haben, dass es Nahrungsaufnahme-Stops gibt, haben wir latuernich kein Essen eingepackt: grosser Fehler!
Die erste Fahrt dauert zehn Stunden und es ist kein einziger Stop eingeplant. Also haben wir ein bizzl gehungert, viel scheiss gemacht, gelabert, gepennt, fotografiert und Musik gehoert. Irgendwie ging die Zeit echt schnell vorbei und wir haben ein paar nette Briten und eine coole Schwedin (super-suess) mit Freund (super-schade ;) getroffen.
Da es abends hier doch recht kuehl wird (15 Grad) und es auf dem Wasser noch ein bizzl heftiger ist haben wir uns auch so richtig schoen den A**** abgefroren - natuerlich haben wir vergessen, Pullover oder aehnliches einzupacken. *seufz*


Pakhbeng
Tjahaa, nicht viel passiert hier.
Wir haben in einem Guesthouse eingecheckt, was gegessen und sind ins Bett gefallen um zu pennen.
End of Story! :)
Da die Laoten (oder schreiben die sich vielleicht doch mit 'Ch'? :) ja alles recht easy sehen, haben wir am naechsten Morgenb etwas laenger auf unser Ticket warten muessen, aber ansonsten alles in allem ein sehr ereignisloser Aufenthalt...


Houay Xai
Noch ein Tag voller labern, schlafen und Musik hoeren (9 Stunden diesmal) bevor wir dann endlich in Houay Xai angekommen sind.
Die Guesthouse-Lady hat mich sofort wiedererkannt und mittlerweile gehoere ich schon zum Inventar: ich bin ja jetzt schon zum dritten Mal da und bekomme ganz nette Boni!
Doppelzimmer mit Bad zum Preis eines Einzelzimmers ohne Bad und aehnliches... *g*

Jedenfalls sind Sam und Sandro am naechsten Morgen zum Treehouse aufgebrochen und ich habe zwei lustige Tage mit Lala in Houay Xai verbracht bevor ich am Sonntag dann endlich, endlich auch zum Treehouse aufgebrochen bin.

Man merkt ja, das die ganze Fahrerei nur Beiwerk ist - das eigentliche Ereignis ist und bleibt das Treehouse! *g*


Wieder daaaaa!
Jeff hat mir nachher erzaehlt, dass Khoua und Fong total aufgeregt waren, als sie gehoert haben, dass ich zurueck komme. Er selbst hatte mich ja nur einmal kurz gesehen und konnte sich nicht mehr an mich erinnern, aber die Maedels und die Guides haben scheinbar soviel erzaehlt, dass er jetzt endlich auchmal diesen Che kennenlernen wollte! *g*

Jedenfalls war die Begruessung ziemlich genial und ich hab mich total gefreut, die ganzen Leute wiederzusehen. Es war irgendwie ein ganz komisches, vertrautes Gefuehl, so aehnlich, als wuerde man nach Hause kommen.
Natuerlich nicht genauso, aber zumindest in die Richtung... :)

Irgendwann nach meiner Gruppe sind wohl zwei Amis ins Treehouse gekommen und die haben sich auch entschieden, ein bizzl da zu bleiben und zu helfen, sodass also Budi und Will auch im Treehouse waren, als ich ankam.


American Idiot
Aaaalso, eigentlich sind die beiden ganz nett, vor allem Budi ist echt total lieb. Mit ihr hab ich mich schon ziemlich lange echt cool unterhalten.
Will ist auch recht lustig und macht die ganze Zeit nur quatsch.
Aaaaaber: die beiden sind die typischen Amis!
Besonders Will kann alles, weiss alles, macht alles richtig, ist immer super-lustig und jedermanns Freund und geht mir tierisch auf den Sack! *g*
Es ist halt alles einfach zu viel. Zu laut, zu lustig, zu 'Strahlemann'.
Irgendwie fange ich an, eine Abneigung gegen alle Amis zu entwickeln - ich muss echt aufpassen, dass ich nicht sofort abweisend reagiere, wenn mir demnaechst jemand erzaehlt, dass er aus den Staaten kommt...
Naja, jedenfalls haben viele Gaeste den gleichen Eindruck gehabt, aber Jeff findet die beiden scheinbar sehr nett.


Tree-Time
Am ersten Tag haben Will und ich erstmal ein Baeumchen faellen muessen, weil er anfing, auf eines der Kabel zu stuerzen. Das war zwar echt schade, weil es ein total cooler, sehr gerade gewachsener Baum war. Aber er wird fuer das naechste Treehouse verwendet und damit ist es wieder einigermassen ok! :)

Bei dem abendlichen 'get-together' hat sich leider rausgestellt, dass das Limestone-Cliff, dass ich bolten wollte nur ein Erdrutsch war. Mist!
Das hat mich echt geaergert, weil ich total gerne endlich mal wieder was klettern wollte.
Zum 'Ausgleich' bin ich dann mit Jeff am naechsten Morgen zur neuen Location fuer das zweite Treehouse gegangen: da es noch keinen richtigen Pfad gibt war kraxeln durch Gebuesch und richtiges bushwhacking angesagt. Sehr laessig... :)


Big Baum
Der Baum ist so ca. 30 Meter hoch, die Astgabel sitzt etwa bei zwanzig Metern. Beim letzten Mal hatte Jeff ein Seil im Baum gelassen, sodass wir an dem Aufsteigen konnten.
Jeff ist sowieso ein bizzl durchgeknallt: den ersten Baum hat er bis auf die letzten sechs Meter einfach am Stamm bestiegen, dann hat er ein Seil um den Baum gelegt und sich daran langsam hochgearbeitet - alles ohne Sicherung!
Man muss dazu sagen, dass die meisten Baeume garkeine Baeume im eigentlichen Sinne sind. Es sind Lianen, die sich um einen Baum geschlungen haben und ihn praktisch auffressen. Die Dinger sehen aber trotzdem aus wie normale Baeume, ausser dass es keine Aeste vor der Baumkrone gibt.
Demtsprechend schwierig ist es also, die Dinger zu besteigen...

Wie dem auch sei, nach unserem Aufstieg auf Baum Nummer zwei haben wir es uns erstmal gemuetlich gemacht und uns gesichert: zwei Achter ins Seil - einen bei vier, einen bei acht Metern - und dann an den Gurt geclipt.
Wir haben ausgemacht, dass wir zwar gesichert sind, aber einfach nicht fallen: wir waren uns nicht so sicher, ob wir den Sturz ueberleben wuerden, mit all den Baeumen nebenbei. *g*
Wir haben dann ein bizzl die Lianen weggehackt - ohne Sicherung, weil wir ja rumkraxeln mussten - und die Planung fuer das neue Treehouse gemacht. Sehr geil das alles, die Aussicht ist genial und die Planung macht total Spass: Man sieht praktisch das neue Treehouse vor sich, wie es langsam entsteht und die einzelnen Ebenen bekommt...


Lone Ranger
Am naechsten Morgen sind die drei (Budi, Will und Jeff) dann nach Houay Xai abgezogen und ich hatte das Treehouse - abgesehen von den Guides - fuer zwei Tage fuer mich.
Das war echt eine unbeschreibliche Zeit!
Ich hab lange einfach nur die Natur angeschaut, in der Haengematte gelegen, gelesen, mich gesonnt, Musik gehoert und einfach nix gemacht!
Eigentlich sollte/wollte ich mit den Locals anfangen, den neuen Baum zu beseilen, aber die Kollegen haben sich da nicht so den Stress gemacht und sich nicht blicken lassen.
Also hatte ich Freizeit! :)
Zum Ausgleich habe ich einen Baum gesucht (und gefunden :), den man zum klettern fuer die Gaeste verwenden kann. Wenn das mal fertig ist wird das sicher ziemlich lustig, weil der Baum ziemlich perfekt steht und man eine sagehafte Aussicht ueber das Blaetterdach hat.
Und das schon ab dem Punkt, an den ich geklettert bin!
(Ich bin leider nicht so Todesmutig wie Jeff, sodass ich nach acht Metern oderso wieder abgestiegen bin. :)


Relaxed
Am zweiten Abend haben mich die Guides dann alleine gelassen und sind ins Dorf zurueck gegangen, sodass ich in dreissig Minuten Umkreis der einzige Mensch war!
Ich habe den ganzen Abend in der Haengematte gelegen und Musik (oder den Tieren zu-) gehoert, nur mit zwei Kerzen als Lichtquelle. Als ich irgendwann ins Bett bin - natuerlich in die 'Suite', den Raum ganz oben mit Blick ueber den ganzen Wald - hat es angefangen, ganz leicht zu regnen.
Bis ich eingeschlafen bin habe ich den Wald im Mondschein angeschaut, waehrend der Regen auf das Dach getropft ist.
Unbeschreiblich...

Netterweise haben mich die Guides uebrigens auch in Sachen "scharfes Essen" auf ein neues Level katapultiert: jeden Tag und zu jeder Mahlzeit gibt es eine selbstgemachte Paste aus gebratenem Knoblauch, Gewuerzen und tonnenweise Chili. Und jeden Tag haben diese kleinen, miesen Laoten das Zeug schaerfer gemacht. Am letzten Morgen, bevor die Gaeste kamen war es so scharf, dass auch Fong es nicht mehr essen konnte. Nur noch Na Dja und ich haben uns das Zeug reingefahren - beide haben wir geheult wie die Schlosshunde, mein Mund war total taub. Aber wir haben es aufgegessen!
Aber ein gutes hat es: jetzt kann ich diese miesen, kleinen Chilischoten auch pur essen - brennt zwar ein bizzl, tut aber nicht mehr weh! *g*


Gaeste kommen und gehen
Die naechsten Tage waren ein bizzl stressiger und die Zeit verschwimmt ein wenig. Also hier mehr oder weniger die Zusammenfassung. ;)
Am naechsten Tag kamen dann zwei neue Gaeste, von dennen der eine - Sebastian - echt ziemlich cool war. Hab mich total gut mit ihm verstanden und wir hatten alle echt eine witzige Zeit.
Als 'Guide' war diesmal Marion dabei, die ich ja letztes Mal nur kurz abends getroffen hatte.
Die Frau ist echt der Hammer: total lustig, super-nett und die krassesten (blauen) Augen, die ich seit langem gesehen habe. ;)

Am naechsten Tag kamen wieder neue Gaeste und wir waren voll besetzt. Bis auf Lionel waren alles deutsche, sodass wir einen 'deutschen Abend' hatten - Marion spricht und versteht ja auch deutsch, sodass wir fuer den armen Lionel wohl ein bizzl viel deutsch gesprochen haben. Er meinte zwar nachher, wir haetten fast nur englisch gesprochen, aber ich weiss nicht, ob das nicht nur Nettigkeit war... *g*


Leute, Leute
In der Gruppe hatten wir - wie gesagt - Lionel, ein ziemlich cooler Franzose, der echt jeden Scheiss mitgemacht hat. Dann war da Koni, ein Schweizer, der ein bizzl abgedreht und komisch war, aber auch total nett.
Next: Christian und Sherin, ein Paar aus dem Grossraum Muenchen, die auch klettern.
Und dann der Hammer: Christian war auch schonmal im Haevens Gate und kennt die ganzen alten Hasen da! Da faehrt man um die halbe Welt und trifft jemanden, der die gleichen Leute kennt, wie man selbst - unglaublich! *g*
Das heisst, wir haben echt viel uebers klettern geredet und ich habe von ihm einen super-Tip fuer ein geiles Bouldergebiet in Thailand bekommen - ich kann es kaum erwarten.
Wahrscheinlich (hoffentlich :) treffe ich ihn in Australien wieder und wir reisen ein bizzl zusammen durch die Gegend: er kennt da wohl jemanden, der auch klettert und die ganzen geilen Spots kennt. Also machen wir wohl ein paar Insider-Touren... *freu*

Wir hatten echt eine sehr, sehr geile Zeit und ich wuerde fast sagen, dass es besser war als mit meiner ersten Gruppe.
Besonders am zweiten Abend: ich weiss nicht wieso, aber ich habe eine total krasse Fieberattacke bekommen (39.8 Grad) und mir ging es echt mies. Die anderne haben die ganze Zeit Grass geraucht und waren total stoned, sodass ich (krank) mit Marion (stoned) nachher die Betten aufbauen durfte. Da wir total ueberbelegt waren eine echt spassige Angelegenheit und da Marion die ganze Zeit hollaendisch mit mir sprechen wollte und ueber die Betten gelatscht ist haben wir uns nur totgelacht!

Leider, leider, leider waren nicht genug Bettdecken da, sodass Marion und ich in einem Bett schlafen mussten - nur mit einem Schlafsack als Decke - um uns gegenseitig warm zu halten... *fg*

Am zweiten Abend haben wir uns mal so richtig die Kante mit Lao-Lao gegeben (die starke Version) und ein ziemlich geiles Trinkspielchen gespielt, dass ich von einem Franzosen gelernt habe. Lao-Lao kickt Dich am Anfang total ins Abseits, aber nach einiger Zeit bist Du nur noch besoffen, kannst Dich aber sonst normal unterhalten. Vielleicht ein bizzl wie Absinth wuerde ich sagen, wobei es natuerlich schon anders wirkt.
Wir hatten jedenfalls total viel Spass und Lionel, Marion und ich haben die anderen wohl aus versehen doch einige Zeit vom schlafen abgehalten mit unserem gelache und gelalle... :)


Abtritt von der Buehne
Einige Gaeste und Tage spaeter hab ich dann gemerkt, dass ich im Baumhaus versacken wuerde, wenn ich nicht wieder aufbreche.
Das war dann einer der beiden Gruende, warum ich mich am Samstag schweren Herzens entschlossen habe, abzureisen - und es auch getan habe!
Waehrend wir (eine der Gruppen und ich) gerade auf dem Weg zurueck waren haben wir Jeff getroffen, der einen Gibbon im Arm hatte!
Er hat den armen kleinen Kerl vom Markt gerettet, wo er zum Verkauf angeboten war. Ein drei Monate altes Baby und total suess!
Gibbons sind Menschanaffen und die ca. 80 Tiere, die in diesem Park leben sind die letzten auf der Welt!
Leider hatte ich keine Kamera dabei, aber ungefaehr so, wie der schwarze Affe auf dem ersten Bild hier sieht er aus:
Gibbons

Eine hoppelige Fahrt mit dem Buschen spaeter war ich dann wieder in Houay Xai und in 'meinem' Guesthouse, wo ich seit zwei Tagen auf mein Paket aus Good Ol' Germany warte, um dann "endlich" in den Sueden von Laos zu reisen.


Plaaaaaanung
Dank meiner erfolgreichen Hinhaltetaktik im Norden habe ich jetzt leider nur noch einen Monat in Asien uebrig. Ich habe schon mit dem Gedanken gespielt, meinen Flug zu verlegen, aber ich denke, ich werde einfach Myanmar auslassen.
Ich weiss, Tony, Du wirst jetzt einen Entsetzensschrei ausstossen (;), aber ich habe einfach soooooo wenig Zeit... *fg*
Also, der Plan ist jetzt erstmal ein schoener Trip in den Sueden und dann nach Sued-Thailand, wo Winnie (der Sturm :) dann hoffentlich endlich verschwunden ist.

Friert ein bizzl fuer mich mit und sprueht ein paar nette Kurven Powder fuer mich in die Luft - ich schreibe euch dann, wie der Korallenstrand in Thailand ist. *smile*


Pai kawn
Che