Die Zeit verstreicht, vergeht, verrinnt...
...so schnell!
Es ist unglaublich - ist es echt schon wieder so lange her, dass ich meinen letzten Blogger-Eintrag geschrieben habe?
Naja, um ehrlich zu sein habe ich sogar das Gefühl, es ist schon Monate her!
Ich bin jetzt offiziell in dem Stadium, in dem ich "Zeit" nur noch als Begriff kenne. Die einzige wirkliche Deadline, die ich im Kopf hatte war das Ablaufen meines Visums für Laos. Alles andere läuft an mir vorbei... *g*
Vang Vieng Reloaded
Hach, der Ort hat schon was!
Touri-mäßig ist er zwar sehr krass, aber man kann schon seinen Spaß haben, Alter Schwede!
Am näxten Morgen bin ich erstmal ganz spät aufgestanden und habe mir gemütliche drei Stunden Frühstück gegönnt. Das geile an den Restaurants auf der Hauptstraße ist, dass die meisten rund um die Uhr Friends-Folgen laufen lassen. Und wenn sie durch sind geht es wieder von vorne los.
Und da es nur "Liegetische" gibt (jaaaa, es wird zu Tische gelegen ;) ist es extrem relaxed und man (=ich) hat extrem Probleme, sich wieder aufzuraffen.
Angebrochener Tag - was tun?
Da ich ja eigentlich schonmal ein bizzl klettern wollte hab ich flott meine Schuhe etc. eingepackt und mich auf den Weg zu der entferntesten Cave gemacht - 6 Kilometer Fußmarsch. Leider ging es doch recht oft bergauf, sodass ich ein bizzl länger für den Hinweg gebraucht habe, als ich anfänglich eingeplant hatte.
Da Klettern an der Cave aber leider sowieso unmöglich ist, habe ich mir einfach die Höhle angeschaut und ein bizzl relaxed.
Hööööööhle
Das war dann auch so ziemlich die beeindruckendste Höhle, die ich jemals gesehen habe. Schätzungsweise 40 Meter hoch, eine riesige Buddha-Statue in der Mitte (dank meines späten Eintreffens perfekt ausgeleuchtet :) und fast endlos. Ich bin dann doch ein bizzl rumgekraxelt, aber mit Kletterschuhen bin ich mir ein bizzl blöd vorgekommen und mit meinen Sandalen wäre ich fast in einen Felsspalt gerutscht, sodass ich (mit genug Adrenalin im Blut für zwei Leute) doch wieder die regulären Wege entlang gelaufen bin.
Leider habe ich in der Stunde nur einen kleinen Teil von der Höhle sehen können (die ist echt gigantisch groß), aber dafür habe ich mich dann in der so genannten "Lagune" (eine große Felsspalte vor der Höhle, die mit Türkis-farbenem Wasser gefüllt ist *träum*) noch ein bizzl erfrischt.
Abends gab es dann wieder ein paar Folgen Friends (:) - und ich habe tatsächlich die drei Schwedinnen wiedergetroffen!
Wie Frauen es so an sich haben waren die drei extrem erfolgreich, mich zu überreden noch einen Tag zu bleiben und mit ihnen Klettern zu gehen.
Und so sollte es dann auch geschehen...
Climbing to the max
Grosser Gott, was bin ich ein Würstchen geworden was klettern angeht.
Keine Fußarbeit mehr und die Arme waren nach drei Routen fast komplett leer! *kopfschüttel*
Ich habe mich zwar nicht gerade blamiert, aber auch garantiert nicht mit Ruhm bekleckert...
Für die Kletterer hier nochmal ein paar Details - alle anderen dürfen das Kapitel überspringen! ;)
Der Fels war extrem scharfkantig, die schwierigen Routen alle überhängend, teilweise mit Kletterei an Stalagtiten (schreibt man das so?). Leider waren auch alle Routen überbewertet, sodass sich die Grade, die ich geklettert bin nicht wirklich vergleichen lassen.
Zum Aufwärmen eine 5a, die mehr eine 4 war. Dann eine 6a, die eher eine 5a war und noch eine 5a, die auch eher im 4er-Bereich lag.
Dann noch das große Endprojekt: eine 6b - und das war diesmal auch wirklich eine!!
Böse Dachkletterei an Stalagtiten und scharfer, scharfer Fels: ich habe nachher meine Hände tapen müssen, damit ich nicht alles vollblute.
Natürlich gibt es auch Bilder sobald ich wieder mal was hochladen kann.
Stressfahrt
Da mir mein Visum ein bizzl Sorgen bereitet hat (nur noch fünf Tage übrig!) habe ich einen verwegenen Entschluß gefasst: eine Reise in den Süden ohne anzuhalten!
Und so ist es dann auch geschehen: am nächsten Morgen ging es mit dem Bus nach Vientiane, wo ich erstmal ein Paket von meinen Eltern aholen durfte (Schokolade - YEAH! :).
Dann nach 6 Stunden aufenthalt mit dem Nachtbus nach Pakse. "Nachtbus" hatte in dem Fall aber nichts mit "nächtigen" zu tun: sowohl AirCon als auch Musik und Licht waren so weit aufgerissen, dass schlafen vollkommen unmöglich war.
Von Pakse mit dem Pickup nach Ban Nakasah, einem kleinen Dorf direkt am Mekong und von da aus mit dem Boot auf die Fourthousand Islands - genauer gesagt nach Don Khon.
Viertausend Inseln
Eigentlich ist der gesamte Bereich ein großer Strand: überall gibt es Bungalows, die direkt am Mekong liegen und man kann Tubing- und Boot-Trips machen oder sich einfach in den unzähligen BArs vollaufen lassen.
Erstaunlicherweise ist es überhaupt nicht so touristisch und voll, wie ich es erwartet habe - auch wenn es eindeutig auf Touris ausgelegt ist.
Auf der Fahrt nach Don Khon habe ich eine nette Italienerin und einen coolen Isländer getroffen, mit denen ich mir Bungalows direkt am Mekong genommen habe: Hängematte vor der Tür, Sonnenuntergang zur Rechten ... unglaublich!
Die Bungalows selber waren zwar spärlich und sahen nicht sehr vertrauenerweckend aus (Karin und ich hatten Sorge, dass unser Bungalow genau wenn wir drin sind ins Wasser stürzen würde - so schief hing es über dem Wasser :) aber die Stimmung war einfach genial! *seufz*
Wir hatten echt viel Spaß und nachdem Justin - ein Comiczeichner, der über sich und seinen Lebenspartner Reisecomics zeichnet - zu uns gestoßen ist, war es echt aus: einen Abend haben wir aus meinen Klettersachen an einer Palme eine Ropeswing gebaut (wie heißt das Teil den in deutsch? Seilschaukel?) und sind im Sonnenuntergang immer wieder in den Mekong geschwungen und haben die verrücktesten Sprünge von der Palme gemacht - sehr, sehr geil! *g*
Leider habe ich dabei wohl ein bizzl zuviel Mekong-Wasser geschluckt, sodass seitdem mein Magen ein bizzl verrückt spielt. Aber das geht vorbei und es war den Spaß auf jeden Fall wert.
Wo wir gerade beim Stichwort "Spaß" sind: nach dem folgenden, "ich-liege-in-der-hängematte-und-bewege-mich-keinen-meter"-Tag hatte ich dann auch endlich meinen ersten offiziellen Sonnenbrand - und glücklicherweise Brandsalbe dabei. Mit dem Zeug war am nächsten Morgen nichts - aber auch garnichts - von dem Sonnenbrand mehr zu sehen. Und das, obwohl er echt böse aussah am Abend...
Nix zu tun
Ich weiß nicht, warum, aber irgendwie haben mir die Fourthounsand Islands nicht 100%ig gefallen. Ich meine, ich hatte sauviel Spaß und wir haben echt viel gelacht, aber der Norden von Laos war irgendwie tausendmal besser.
Vielleicht war das der Grund, warum ich nach drei Tagen entschieden habe, abzureisen und zurück nach Thailand zu gehen...
Thailand
Die Reise nach Thailand (und dann nach Bangkok) war relativ unspektakulär - abgesehen davon, dass ich einen total durchgeknallten Östereicher und seinen kaum-englisch-sprechenden japanischen Kumpel getroffen habe!
Der Japaner war echt nett (ich kann jetzt meinen Namen und "Japan" in japanisch schreiben :) aber der Östereicher war ... laut, hektisch und total verrückt! *g*
Das hatte aber auch sein Gutes: für die Fahrt nach Ubon Ratchadingsbums, die normalerweise 200 Baht kostet haben wir nix gezahlt, weil er einfach einen Bus geentert hat, der voll von pensionierten, thailändischen Polizisten war, die eine Vergnügungsfahrt machen wollten. Da sie eh in die Richtung fahren wollten hat er so lange auf sie eingeredet, bis sie uns umsonst mitgenommen und direkt am Bahnhof abgesetzt haben! *g*
Gut, die Kollegen waren so besoffen, dass sie kaum noch was mitbekommen haben, aber trotzdem: saubere Leistung! :)
Bangkok again
Tja, beim zweiten Mal Bangkok hatte ich schon nach zwei Tagen genug - und die Kao San Road hat mir nach einem gereicht!
Aber von vorne:
Als wir (der Japaner und Peter - ein cooler Engländer) morgens um sechs Uhr in der Kao San angekommen sind war nicht ein einziges Zimmer frei!
Also hieß die Devise erstmal: Frühstücken und Piano machen.
Wir haben uns dann so um neun Uhr in einem Guesthouse verschanzt und gewartet, bis Leute auschecken.
Da drei Einzelzimmer schon von anderen Leuten "bewartet" wurden und der Japaner (ich kann den Namen leider immer noch nicht aussprechen :) mit Peter in ein Zimmer gehen wollte, habe ich ein Mädel, das auch auf ein Zimmer gewartet hat angesprochen, ob wir uns ein Doppelzimmer, das gerade frei wurde teilen wollen.
Und siehe da: sie sagt ja, ist aus München, heißt Conny und ist super-nett!
Zusammen mit dem Engländer haben wir uns abends mit Leo zugeschüttet, über Gott und die Welt gequatscht und nebenbei erstaunlich viele blumige Umschreibungen für schlüpfrige Fragen entworfen! *g*
Alles in allem war die Bangkok-Zeit aber relativ ereignislos - ich bin meistens mit Conny rumgetigert, weil wir uns echt ziemlich gut verstanden haben ... bis zu dem Punkt, wo sie mich auf dreißig geschätzt hat! *knurr*
Auch der Weekend-Market war wiedermal ein "blast", obowhl sich jemand die Frechheit rausgenommen hat, die DigiCam von Conny aus ihrem Rucksack zu klauen.
Zum Ausgleich haben wir abends umso mehr gelacht und noch mehr Quatsch geredet! :)
Heeeeeeeeeeeey: ab in den Süüüüüüüüüden
Drei Tage später hatte ich dann endgültig genug von Bangkok und bin mit dem Nachtzug in Richtung Koh Tao aufgebrochen - obwohl das Wetter angeblich nicht so dolle sein sollte und der Monsun wohl so stark wütet, dass man mit dem Boot nicht direkt auf die Insel fahren kann.
Nach einer anstrengenden Nacht im (leider-nur-wenig-)Schlaf-Zug und zwei dreistündigen Bootsfahrten, auf denen ich mir aber mal so richtig das Gesicht und den Nacken verbrannt habe (jaaaa, es tut weh! :) bin ich dann endlich im Hafen von Koh Tao eingelaufen.
Da ich vorher noch schnell meine emails gecheckt habe wusste ich, dass die Schwedinnen mittlerweile angekommen sind und das Wetter wohl recht gut sein sollte.
Aber das, was ich dann gesehen habe hätte ich nicht erwartet:
vierzig Grad im Schatten, strahlend blauer und wolkenloser Himmel, weißer Sandstrand und Palmen. Tausende von Bungalows direkt am türkisfarbenem Wasser, Bars ohne Ende ... genau das, was ich mir gewünscht habe!
Man kommt sich vor wie im Paradies - ich kann es kaum glauben, dass bald Weihnachten sein soll. Angeblich ist dann hier die Hölle los und man _muss_ einen Tag lang durchfeiern... ich bin gespannt! :)
Bungalow-(Alp)traum
Wenn man das erste Mal nach Koh Tao kommt kann es einen echt umhauen: es gibt so viele Guesthouses und Bungalows, dass man echt nicht weiß, wohin man nun gehen soll. So gigantische Massen an Leuten, die einen in ihr Guesthouse schleppen wollen, wie sie am Pier standen habe ich noch nirgendwo gesehen - selbst in Bangkok nicht!
Glücklicherweise habe ich mich auf dem Boot mit den Locals, die da rumspringen unterhalten und das eine Mädel - sie arbeitet für eines der Guesthäuser - hat gleich versucht, mir was zu verkaufen.
Da ich mit Laos in Thailand leider nicht viel weiterkomme (die Leute verstehen das so schon kaum und wenn dann noch jemand wie ich rumstümpert... ), habe ich jetzt angefangen, auch Thai ein bizzl zu lernen. Darüber sind wir ins Gespräch gekommen und es stellte sich raus, dass sie Laos spricht!
Also haben wir die ganze Fahrt gequatscht und gelacht und am Ende saß fast die ganze Crew da rum und wir haben nur Quatsch gemacht und uns gegenseitig veralbert.
Zum Beispiel habe ich gelernt, dass das Laos-Wort für "Ich" (Khawy) in Thai etwas ganz anderes heißt, wenn man es ein bizzl mehr dehnt und nicht ganz richtig ausspricht - um genau zu sein ist es eine Beleidigung und bedeutet "Schwanz"! Jetzt weiß ich, warum die Leute mich immer so komisch angestarrt haben. Ich habe wahrscheinlich immer sowas gesagt wie "Schwanz möchte gerne nach Bangkok fahren." *lol*
Jedenfalls haben mir die Leute alle möglichen Tips gegeben (und haben teilweise sogar von ihren eigenen Guesthouses abgeraten!) und am Ende hat das Mädel mir angeboten, dass - wenn ich einen Tauchkurs in ihrer Tauchschule (und mit ihr :) mache - ich umsonst in einem von ihren Bungalows wohnen kann!
Und somit wohne ich jetzt umsonst in einem mega-geilen Bungalow direkt am Strand - und fange morgen mit meinem Tauchkurs an! *fg*
Für den habe ich auch nochmal einen Rabatt bekommen, sodass ich zwei extra Tauchgänge bekomme und der Advanced Open Water statt 150 nur 100 Euro kostet - insgesamt zahle ich inklusive allem ca. 280 Euro für Open Water und Advanced Open Water.
Ein recht guter Preis, denke ich... *g*
In diesem Sinne werde ich mich jetzt auf dem Weg ins Bett machen, da ich gleich im Sitzen einschlafe und morgen fit sein muß - ich muß ja auch noch mit den Schwedinnen bouldern! :)
Kram
Che

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